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StädteRegion Aachen. „In den vergangenen fünf Jahren haben wir was die Prävention von Hochwasser und Starkregenereignissen angeht, schon viel erreicht. Zentral ist, dass wir in interkommunaler Zusammenarbeit gemeinsam mit dem Wasserverband und den Hochschulen weiter engagiert daran arbeiten, die StädteRegion hier noch resilienter aufzustellen.“ So brachte Städteregionsrat Dr. Tim Grüttemeier es zu Beginn des Lenkungskreises „Regionales Hochwasserrisikomanagement“ auf den Punkt. Dabei kamen Vertreterinnen und Vertreter der StädteRegion, die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sowie weitere Entscheidungsträger aus den Kommunen mit Fachleuten des Wasserverbands Eifel-Rur (WVER), der Wasserwirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung zusammen.
Die Veranstaltung im Haus der StädteRegion diente zum einen dazu, Bilanz zu ziehen, zum anderen auch als Ausblick auf laufende und künftige Projekte. Dabei berichteten die verschiedenen Arbeitsgruppen über ihre Ergebnisse. Von der AG Inde wurden die laufenden Maßnahmen des Masterplans Hochwasserschutz vorgestellt. Aus der AG Wurm wurde unter anderem über die neue Hochwasserschutzmauer in Herzogenrath aber auch den geplanten Überflutungsraum unterhalb des Europaplatzes in Aachen informiert. Für die AG obere Rur wurden erste Ergebnisse einer Langzeitstudie zur optimierten Steuerung der Talsperren präsentiert. Wichtig ist aber auch, die Menschen gezielt über die Gefahren und mögliche Vorsorgemaßnahmen zu informieren. Das geschieht schon seit März im Rahmen der Kampagne „Wissen über Wasser“ (www.wissen-über-wasser.de) durch die Arbeitsgruppe Kommunikation.
In der Sitzung wurden auch drei wichtige Projekte vorgestelt, die in Kooperation mit den Hochschulen umgesetzt werden konnten.
So hat das mittlerweile abgeschlossene „INFRAH“-Projekt den Fachleuten präzise Instrumente zur Starkregenvorsorge und -früherkennung an die Hand gegeben.
Das Wasserwirtschaftliche Informationsboard der StädteRegion Aachen (WISA) hat sich im Bereich des Katastrophenschutzes bei der Großübung „Dunkle Wolken 2025“ voll und ganz bewährt. Das System bündelt wasserwirtschaftliche Informationen und ergänzt diese um KI-gestützte Überflutungsvorhersagen für Starkregenereignisse.
Das Projekt HÜProS hingegen entwickelt KI-gestützte Überflutungsprognosen auf Grundlage von Wasserstandsmessungen. Die erforderliche Sensorik wurde zwischenzeitlich bereits aufgebaut.
Ein weiterer Schwerpunkt war die Vorstellung des neuen Regionalpakts Eifel-Rur. Ziel ist es, Hochwasserschutzmaßnahmen künftig noch stärker über kommunale Grenzen hinweg zu koordinieren und gemeinsam schneller umzusetzen. „Denn Regen und Hochwasser machen nicht an kommunalen Grenzen halt. Deshalb ist es auch so wichtig, uns auch als gesamte Region eng abzustimmen“, sagte Dr. Grüttemeier.
Zentral für die kommenden Jahre ist dabei die Weheüberleitung als in der Region zurzeit wichtigstes Infrastrukturvorhaben im Bereich der Wasserbewirtschaftung. Das Projekt sieht den Bau eines etwa fünf Kilometer langen Überleitungsstollens vor, der das Wasser des Hasselbachs in die Wehebachtalsperre leitet. Ziel ist es, zusätzliches Rohwasser für die Trinkwasserversorgung bereitzustellen und gleichzeitig bei Hochwasser gezielt Wasser abzuleiten, um die Menschen ab Zweifall in Stolberg und Eschweiler zu schützen. Die Maßnahme wird derzeit geplant und soll bis Ende 2029 abgeschlossen sein.
Kontakt
Amt für Brandschutz, Rettungsdienst und Bevölkerungsschutz
Kranzbruchstraße
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Simmerath
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