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StädteRegion Aachen. „Es freut mich sehr, dass unser Beratungsangebot weiterhin so intensiv genutzt wird. Der Gesundheitskiosk hat sich inzwischen auf allen Ebenen des Gesundheits- und Sozialwesens als verlässliche Anlaufstelle etabliert und wird sowohl von den Akteuren als auch von den Ratsuchenden sehr gut angenommen. Vor allem die hohe Zahl an Folgeberatungen ist für uns ein wichtiges Zeichen dafür, dass die Menschen Vertrauen zu unserem Angebot entwickelt haben und der Unterstützungsbedarf weiterhin sehr hoch ist“, erklärt Andrea Klebingat, die Leiterin des Gesundheitskiosk StädteRegion Aachen. Im Jahr 2025 haben die Menschen in der StädteRegion insgesamt 2483 Erst- und Folgeberatungsgespräche in Anspruch genommen. Das geht aus dem Jahresbericht hervor, der jetzt im Ausschuss für Soziales, Gesundheit, Senioren und demographische Vielfalt vorgestellt wurde.
„Die Entwicklung bestätigt den Ansatz des Gesundheitskiosks“, sagt Elif Tunay-Cot, Geschäftsführerin der Trägergesellschaft SPRUNGbrett gGmbH. „Niedrigschwellige Beratung, sprachliche Vielfalt und die enge Vernetzung mit den lokalen Strukturen schaffen Vertrauen und erleichtern den Zugang zu gesundheitlicher Versorgung – insbesondere für Menschen in schwierigen Lebenslagen. Der Gesundheitskiosk ist damit inzwischen zu einem unverzichtbaren Bestandteil der regionalen Versorgungslandschaft geworden und bietet einen echten Mehrwert für die Menschen in der StädteRegion Aachen.“
Der Gesundheitskiosk im Gesundheitsamt der StädteRegion Aachen in den Aachen Arkaden ist Anlaufstelle für Menschen, die aus den unterschiedlichsten Gründen Probleme mit ihrer gesundheitlichen Versorgung haben. „Unser Ziel ist es, sozioökonomisch benachteiligten Menschen zu helfen, sich im Gesundheitssystem besser zurechtzufinden. Dazu erleichtern wir den Zugang zu Gesundheitsangeboten und bieten bei Bedarf Unterstützung in der eigenen Sprache an“, so Andrea Klebingat. So vermitteln Gesundheitsberaterinnen zu Präventionsangeboten der Krankenkassen, helfen Anträge zu stellen und leiten zu Haus- und Fachärztinnen und -ärzten weiter. Darüber hinaus erklären sie medizinische Dokumente oder beraten zu Vorsorgeuntersuchungen, Impfungen und dem Thema Pflege – leicht verständlich in den Herkunftssprachen der Ratsuchenden. Bedient werden aktuell die Sprachen Deutsch, Englisch, Türkisch, Russisch, Ukrainisch, Polnisch, Arabisch und Kurdisch. Meistens haben die Menschen, die den Gesundheitskiosk aufsuchen, gleich mehrere Anliegen. Häufige Themen in den Beratungsgesprächen waren 2025 unter anderem gesunde Ernährung, Bewegung, seelische Gesundheit und Resilienz. Die Ratsuchenden beschäftigen aber auch Probleme wie Arbeitslosigkeit, fehlende soziale Kontakte, Suchtprobleme oder Überforderung mit pflegebedürftigen Kindern.
Vor allem Frauen und Männer mittleren Alters (35-64 Jahre) und Seniorinnen suchten im vergangenen Jahr Rat beim Gesundheitskiosk. Der Hauptstandort in den Aachen Arkaden war dabei der wichtigste Anlaufpunkt, der im vergangenen Jahr am häufigsten aufgesucht wurde. Auch die Zweigstellen in Würselen, Stolberg, Eschweiler, Monschau, Baesweiler, Alsdorf, Herzogenrath, Simmerath und Driescher Hof (Aachen) werden angenommen. Das stationäre Angebot wird von der mobilen Beratung, dem Gesundheitsbus, ergänzt. „Insbesondere für Menschen, die nicht ohne Weiteres einen festen Standort aufsuchen können, ist der Gesundheitsbus eine wertvolle, niedrigschwellige Möglichkeit“, erklärt Andrea Klebingat. Sie freut sich außerdem, „dass der Gesundheitskiosk in den unterschiedlichen Kommunen mittlerweile an bestehende Strukturen angedockt ist. Wie beispielsweise in Alsdorf an die Luisenpassage mit der Verbraucherzentrale und dem Jobcenter, in Stolberg im Familienbüro, in Baesweiler im Rathaus oder in Herzogenrath an die Stadtteilbüros Kohlscheid und Merkstein.“
Die Beratungsangebote wurden im vergangenen Jahr von Menschen unterschiedlichster Nationalitäten aufgesucht. Den mit Abstand größten Anteil machten dabei ukrainische Personen aus, gefolgt von syrischen, türkischen und deutschen Ratsuchenden. Gut angenommen wurden im vergangenen Jahr auch das AOK-Projekt „Mach dich fit – interkulturelle Bewegungsangebote“ sowie das Bewegungsangebot für Frauen in Kooperation mit der Yunus Emre Moschee.
Hintergrund
Der Gesundheitskiosk StädteRegion Aachen ist unter der Trägergesellschaft SPRUNGbrett gGmbH ein Kooperationsprojekt zwischen der AOK Rheinland/Hamburg und der StädteRegion Aachen. Er war der erste nordrhein-westfälische Gesundheitskiosk und wurde am 1. April 2022 in den Aachen Arkaden eröffnet. Seit Februar 2025 ist die gesetzliche Grundlage für Gesundheitskioske nicht mehr gegeben. Dank der finanziellen Unterstützung der AOK Rheinland/Hamburg und der StädteRegion Aachen kann der Betrieb des Gesundheitskiosks StädteRegion Aachen aber weiterhin sichergestellt werden.
Weitere Informationen zum Angebot gibt es unter https://gesundheitskiosk-aachen.de sowie auf Instagram: (sprungbrett_staedteregion_ac) und Facebook (SPRUNGbrett Städteregion Aachen)
Kontakt
Gesundheitskiosk
Trierer Straße
1
52078
Aachen
Tel: +49 241 4748830
gesundheitskiosk@sprungbrett-aachen.de