StädteRegion Aachen. „Die gemeinsame Übung am Rursee hat bestätigt, dass moderne Technik ihren größten Nutzen entfaltet, wenn Menschen ihre Fähigkeiten aufeinander abstimmen und Erkenntnisse gemeinsam für die Einsatzführung nutzbar machen“, erklärt Andreas Dovern, Leitender Branddirektor der StädteRegion Aachen. Zwei Tage lang hatte die Ferngesteuerte Lage- und Erkundungseinheit (FLE) der StädteRegion Aachen einen gemeinsamen Einsatz mit der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) am Rursee trainiert. Dabei kamen Drohnen, Tauchroboter, Sonar und vieles mehr zum Einsatz.  
Ziel der beiden Übungstage war es, die Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Kräften zu erproben, die jeweiligen Arbeitsweisen kennenzulernen und gemeinsame Abläufe für unterschiedliche Einsatzsituationen zu festigen. Die 2019 gegründete FLE ist eine Spezialeinheit der Feuerwehren in der StädteRegion Aachen. Sie umfasst mittlerweile mehr als 40 hochspezialisierte Einsatzkräfte, vier professionelle Fluggeräte und eine Wasserdrohne. Zuletzt wurden die Drohnen unter anderem im Sommer bei dem Großbrand im Hohen Venn auf deutscher Seite eingesetzt, um die Einsatzlage aus der Luft besser zu erfassen.

 

Bei der Übung in der Woffelsbacher Bucht wurde auch unter Nachtbedingungen trainiert. Denn gerade bei Dunkelheit bietet die Wärmebildtechnik zusätzliche Möglichkeiten, stellt die Einsatzkräfte auf der großen Wasserfläche aber auch vor besondere Herausforderungen. Das erste Übungsszenario umfasste die Suche nach einem gekenterten Boot sowie nach zwei vermissten Personen. Zur Erprobung des Sonars und des Tauchroboters wurde eine Übungspuppe im Wasser versenkt. Eine weitere Übungspuppe befand sich verdeckt im Uferbereich zwischen Sträuchern. Aufgabe der eingesetzten Kräfte war es, beide vermisste Personen zu lokalisieren und die vorhandenen technischen Möglichkeiten gezielt einzusetzen.

„Besonders anschaulich war das zweite Übungsszenario, bei dem ein simulierter Stoffaustritt unter Wasser an der Oberfläche lediglich kleine Luftblasen erzeugte, die aus der Luft erkannt werden konnten. Anschließend ließ sich die Stelle mithilfe des Tauchroboters näher untersuchen und das Behältnis bergen – ein konkretes Beispiel dafür, wie die unterschiedlichen Erkundungsmöglichkeiten ineinandergreifen“, verdeutlicht Dovern.

Die Erfahrungen aus der gemeinsamen Übung fließen in die weitere Ausbildung ein – insbesondere mit Blick darauf, wie Erkenntnisse schnell gewonnen, zusammengeführt und für die Einsatzleitung nutzbar gemacht werden. „Unser Anspruch ist nicht, möglichst viele technische Daten zu erzeugen, sondern im entscheidenden Moment die richtigen Informationen für fundierte Entscheidungen bereitzustellen“, erklärt Andreas Dovern. Die gemeinsame Ausbildung soll fortgesetzt und die Zusammenarbeit weiter vertieft werden. Dazu soll es weitere gemeinsame Übungstermine im kommenden Jahr geben.

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