StädteRegion Aachen. „Keine Stigmatisierung, Förderung der Selbstständigkeit, bessere soziale Kontakte, ein ruhigeres Lernumfeld: Die Vorteile von KOBSI für die Kinder liegen auf der Hand. Ich freue mich sehr, dass wir in der StädteRegion gemeinsam dieses hervorragende System, auch unter den neuen Rahmenbedingungen, erhalten können. Ein großes Dankeschön dafür an unsere Kommunen und das Schulministerium NRW, dass wir auch hier wieder eine pragmatische Lösung gefunden haben“, unterstreicht Städteregionsrat Dr. Tim Grüttemeier.
Die Kommunen leiten die jetzt ihnen zufließenden Mittel aus der Inklusionspauschale (also den Anteil, der bisher der Städteregion und den anderen Kreisen direkt vom Land zugewiesen wurde) nicht an die Städteregion weiter. KOBSI wird weitergeführt und ab 2027 über die Allgemeine Regionsumlage finanziert. Überschüssige Mittel können die Kommunen für andere inklusive Maßnahmen einsetzen.

„Durch die dauerhafte Einbindung ins Schulsystem haben wir verlässliche Ansprechpartner, weniger Bürokratie und einen effizienteren Mitteleinsatz. Unsere Schullandschaft bleibt attraktiv, da wir vor Ort ein modernes und wissenschaftlich evaluiertes Inklusionskonzept anbieten können, das seit Jahren sehr gut funktioniert“, so Dr. Grüttemeier.

Die StädteRegion Aachen hat jetzt die Arbeitsverträge zur Fortführung des KOBSI-Projekts unterzeichnet. KOBSI steht für „Koordinierungs  und Beratungsstelle für systemische Inklusionsassistenz“ und ist eine Alternative zur Einzelfall-Schulbegleitung. Damit gibt es für die insgesamt 42 KOBSI-Mitarbeitenden eine sichere Jobperspektive bis 2032. Auch die aktuell 32 Schulen (22 Grundschulen, neun weiterführende Schulen und eine Förderschule), an denen sie tätig sind, können langfristig planen. Seit 2015 hat sich das inklusive Projekt in der StädteRegion Aachen bewährt. Statt einer dauerhaften Einzelbegleitung arbeiten KOBSI Kräfte meist für ganze Klassen. „Jedes Kind soll möglichst von Beginn an so viel Unterstützung wie nötig erhalten, damit es sich optimal entwickeln kann. Bei KOBSI ist die Hilfe schon da und muss nicht erst beantragt werden“, fasst Städteregionsrat Grüttemeier zusammen.

Die StädteRegion und die Kommunen sehen in KOBSI einen Beitrag zu einem Systemwechsel in der Inklusion: Weg von ausschließlich einzelfallbezogener Hilfe hin zu einem Angebot für alle Schülerinnen und Schüler. So kann Unterstützung für sämtliche Kinder, aber auch gezielte Hilfe für Einzelne ermöglicht werden - ohne Stigmatisierung. Die KOBSI-Kräfte arbeiten eng mit allen pädagogischen Fachkräften der jeweiligen Schule zusammen und gestalten inklusive Arbeitsgemeinschaften zu Themen wie kreatives Arbeiten, Bewegung, Entspannung bis hin zu Yoga-Einheiten für die Kinder. Die Schulleitungen koordinieren den Einsatz der KOBSI-Kräfte und setzen je nach dem individuellen Bedarf Schwerpunkte - beispielsweise in den Eingangsklassen oder bei akutem Unterstützungsbedarf.

Die neuen Arbeitsverträge waren durch die neue Finanzierung nötig geworden. „Durch die Verträge ist jetzt Planungssicherheit gegeben. Schulleitungen können auf eingespielte Strukturen und qualifiziertes Personal bauen. Bundesweit interessieren sich übrigens viele Kommunen für das Modell der StädteRegion“, fasst Dr. Grüttemeier zusammen. „Es bietet gegenüber der klassischen, einzelfallbezogenen Schulbegleitung vor allem pädagogische Vorteile. Wir alle sind sehr froh, dass wir mit den neuen Verträgen die dauerhafte Zukunft im Sinne unserer Kinder sichern konnten.“

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